Aufstellen des Anliegensatzes

in der Einzelsitzung

Im Gegensatz zu den Gruppenaufstellungen sind in der Einzelsitzung nur der Klient und ich anwesend. Auch hier schildert der Klient im Vorgespräch erst einmal seine momentane Situation und formuliert selbstständig sein eigenes Anliegen. Dieses Anliegen schreibt er dann auf ein Blatt Papier oder eine Tafel.

Dann bestimmt der Klient, mit welchem Wort er anfangen möchte und nimmt dafür einen Bodenanker. Da keine anderen Stellvertreter zur Verfügung stehen, hat es sich bewährt, Kissen oder Filzteppiche als sogenannte "Bodenanker" bzw. Platzhalter für das gewählte Wort dazu zu nehmen. Es ist erstaunlich, wie stark auch diese Bodenanker als "Stellvertreter" auf den innerpsychischen Prozess des Klienten einwirken. Ich persönlich verwende meist Filzmatten in unterschiedlichen Farben und manchmal in Kombination mit Kissen. Nun lasse ich den Klienten den Bodenanker für das ausgewählte Wort auf dem Boden im Raum platzieren. Er selber sucht sich dann einen guten Platz in Bezug zu dem Wort. Dann bekommt er Zeit in sich hineinzuspüren, was es mit ihm innerlich macht, wenn wir sein Anliegenthema mit dem ersten Wort in den "Raum stellen". 

Zum Beispiel nimmt er als erstes sein ICH aus dem Anliegen "Ich will wissen, woher mein Schwindel kommt". Dann bestimmt der Klient, mit welchem Wort er anfangen möchte und nimmt dafür einen Bodenanker. Da keine anderen Stellvertreter zur Verfügung stehen, hat es sich bewährt Kissen oder Filzteppiche als sogenannte "Bodenanker" bzw. Platzhalter für das gewählte Wort dazu zu nehmen. Es ist erstaunlich, wie stark auch diese Bodenanker als "Stellvertreter" auf den innerpsychischen Prozess des Klienten einwirken. Ich persönlich verwende meist Filzmatten in unterschiedlichen Farben und manchmal in Kombination mit Kissen. Nun lasse ich den Klienten den Bodenanker für das ausgewählte Wort auf dem Boden im Raum platzieren. Er selber sucht sich dann einen guten Platz in Bezug zu dem Wort. Dann bekommt er Zeit in sich hineinzuspüren, was es mit ihm innerlich macht, wenn wir sein Anliegenthema mit dem ersten Wort in den "Raum stellen". Zum Beispiel nimmt er als erstes sein ICH aus dem Anliegen "Ich will wissen, woher mein Schwindel kommt".

Die Einzelsitzungen haben für mich den Vorteil, das der Klient in Ruhe und ohne äußere sinnliche Ablenkung mit seinem momentanen Thema innerlich in Kontakt gehen kann.

Während der Klient in angemessener und selbst gewählten Abstand zu seinem ICH-Bodenanker steht beobachten wir beide gemeinsam, wie ihn das innerlich bewegt und was für Gefühle, Gedanken und Körperwahrnehmung in ihm auftauchen. Ich kommentiere, spiegele und erarbeite gemeinsam mit ihm, was passiert, wenn er z.B. mit seinem Ich aus diesem Anliegen in Kontakt geht. Wenn wir genug Informationen haben, dann lade ich dazu ein, das nächste Wort zu nehmen und auch dieser Bodenanker wird von ihm dann in Bezug zu dem Ich hingelegt. Dann schauen wir was sich verändert, wenn z.B. das WILL aus dem Anliegensatz zu dem ICH dazukommt. Wenn der Klient dazu in der Lage ist, ermuntere ich ihn sich auch mal in sein ICH hinein zu fühlen, ohne sich jedoch auf den Bodenanker des Ichs zu stellen. Er versucht, soweit es ihm möglich ist in einer inneren Aufmerksamkeitsverschiebung sich von seinem Platz aus in sein Ich hinein zu spüren. So schauen wir gemeinsam was sich emotional für das Ich verändert hat, wenn das Will aus dem Anliegensatz dazugelegt wird und umgekehrt schauen wir auch wie es dem WILL mit dem Ich und dem Klienten geht. So pendelt der Klient mit seinem inneren Fokus von einem Bodenanker zum anderen und nimmt dabei seine sich verändernden Körperempfindungen und Emotionen wahr und kann über diesen Weg viel über sich und sein Anliegenthema erfahren.

Je nach Situation und emotionalen Zustand des Klienten nehmen wir nach und nach weitere Worte aus dem Anliegensatz dazu, jeweils mit einem eigenen Filz-Bodenanker. Meist stelle ich mich zum Abschluss dann noch auf den Filzanker von einem oder zwei Wort z.B. dem ICH und spiegele dem Klienten, was ich gerade innerlich zu diesem Thema wahrnehmen kann.

 

 Die Einzelsitzungen haben für mich den Vorteil, das der Klient in Ruhe und ohne äußere sinnliche Ablenkung mit seinem momentanen Thema innerlich in Kontakt gehen kann. So entsteht während der Einzelstunde nach und nach ein Bild des momentan innerpsychischen Zustandes des Klienten in Bezug zu seinem Anliegen. Nun setzen wir uns wieder hin und reflektieren zusammen, was sich gerade gezeigt hat, wie das Erlebte zu verstehen ist und welches die nächsten Schritte sein könnten.