Das Aufbauseminar

für Fortgeschrittene

Das Aufbauseminar in 5 Modulen dient dem therapeutischen Training der Identitätstherapie. Es ist für Therapeuten, die das Grundseminar absolviert haben oder die IoPT-Weiterbildung von Prof. Franz Ruppert.

Der Fokus ist die Entwicklung der eigenen therapeutischen Fähigkeiten, um körperliche und psychische Traumaintegrationsprozesse verstehen und verantwortungsvoll, achtsam und mitfühlend begleiten zu können.

Sich zu einer reifen Persönlichkeit entwickeln

Theoretische Inhalte

  • Vertiefung der „identitätsorientierten Psychotraumatheorie“ von Prof. Dr. Franz Ruppert
  • Das Anliegen und der Anliegensatz – Das Tor des Unbewussten: Was verbirgt sich hinter den einzelnen Worten des Anliegensatzes und was ist der tiefere Sinn des Anliegens
  • Bewegungen der Psyche im Anliegensatz erkennen
  • Möglichkeiten und Grenzen der Identitätsaufstellung
  • Trauma der Identität (Prof. Dr. Franz Ruppert), Identifikationen
  • Die Neurobiologie des Traumas und Auswirkungen traumatischer Erlebnisse auf Körper, Psyche und Emotionen
  • Die Polyvagaltheorie (soziales Nervensystem) von Steven Porges als neurobiologisches Zentrum des Rückbindungsprozesses verdrängter und abgespaltener Anteile und als Grundlage der Traumaintegration
  • Die Körpersprache sehen und verstehen lernen

Die Schritte der Traumatherapie:

  1. Schritt: Stabilisierung durch Aufbau von Ich-Strukturen und Entwicklung hin zur Fähigkeit dualer Selbstwahrnehmung (Gegenwart und Vergangenheit)
  2. Schritt: Aufdeckung und Begegnung der real erlebten Lebensgeschichte
  3. Schritt: Traumaintegration durch Anbindung der traumatisierten Kindanteile ans Hier und Jetzt

Weitere Themen:

  • Schutz-, Abwehr- und Überlebensstrategien
  • Verdrängung, Spaltung und Dissoziation
  • Innere und äußere Täter-Opfer-Dynamik, Täterintrojekte
  • Innere und äußere Ressourcen
  • Langzeitbegleitung von Klienten
  • Umgang mit Übertragungen und Gegenübertragungen
  • Früherkennung und Umgang mit Dissoziations- und Retraumatisierungsvorgängen
  • Umgang mit Stellvertreterrollen und Stellvertretern in Gruppenaufstellungen

Praktische Inhalte

  • Üben von Prozessbegleitung bei Einzel- und Gruppenaufstellungen in Kleingruppen unter Supervision und activ-coaching
  • Üben von verschiedenen Methoden der Aufstellung mit unterschiedlichen Bodenankern in der Einzelpraxis
  • Mischung von Stellvertretern in Kleingruppen in Kombination mit Bodenankern
  • Gesprächsführung mit Klienten in der Einzel- und Gruppenpraxis
  • Therapeutisches Achtsamkeits- und Feinfühligkeitstraining in Kleingruppen
  • Kognitive versus empathische Gesprächsführung
  • Erkennen und Verstehen von inneren psychischen und körperlichen Vorgängen während der Selbstbegegnung
  • Unterstützen der Aufstellungs-Interaktion des Klienten durch feinfühlige Spiegelung, Mentalisierung und Psychoedukation
  • Erkennen und Regulierung von dissoziativen Reaktionen des Klienten während der Aufstellung