Zu Beginn der Gruppenaufstellung nimmt der Klient neben dem Prozessbegleiter Platz und erhält ausreichend Zeit, sein aktuelles Anliegen sowie die aus seiner Sicht bedeutsame Lebenssituation zu schildern. Durch ergänzende Nachfragen werden weitere Informationen zur persönlichen Biografie erhoben, insbesondere zu prägenden Erfahrungen in der Kindheit sowie zu belastenden oder traumatischen Ereignissen auch im Familiensystem. Diese Informationen dienen dem Verständnis des individuellen Hintergrunds des Klienten und werden während des gesamten Prozesses als Orientierung berücksichtigt.
Anschließend formuliert der Klient sein Anliegen schriftlich auf einem Whiteboard oder einem Blatt Papier. Die schriftliche Formulierung stellt sicher, dass der Anliegensatz während der gesamten Aufstellung präsent bleibt.
Im nächsten Schritt wählt der Klient das Wort „ICH“ aus seinem Anliegensatz aus und bestimmt hierfür einen Stellvertreter aus der Gruppe. Er bittet den Stellvertreter/Resonanzgeber, mit dem Wort „ICH“ in Resonanz zu gehen. Anschließend nimmt der Klient Kontakt zu diesem Stellvertreter auf und es beginnt eine Interaktion zwischen dem Klienten und seinem ICH-Stellvertreter.